Eine vollständige Varroa-Resistenz ist selten, dennoch kann gezielte Zucht helfen, die Anfälligkeit zu reduzieren. Völker mit geringem Milbenbefall oder gutem Hygieneverhalten sollten bevorzugt werden.
Wichtig ist eine ehrliche Beobachtung über mehrere Jahre. Einzelne gute Saisons reichen nicht aus, um echte Toleranz zu erkennen.
Zucht ersetzt keine Behandlung – sie ist jedoch ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Imkerei.
Sanftmütige Bienen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis gezielter Zucht. Völker, die ruhig auf der Wabe sitzen und wenig stechen, sollten bevorzugt vermehrt werden.
Aggressive Völker hingegen sollten konsequent umgeweiselt werden. Das Verhalten wird maßgeblich durch die Königin beeinflusst.
Langfristig sorgt diese Selektion nicht nur für entspannteres Arbeiten, sondern auch für mehr Akzeptanz der Imkerei im Umfeld.
Beim Nachziehen von Königinnen scheitern viele Imker an vermeidbaren Fehlern. Einer der häufigsten ist ein zu schwaches Pflegevolk. Nur starke, gut versorgte Völker ziehen hochwertige Königinnen auf.
Auch das Alter der Larven ist entscheidend: Sie sollten maximal einen Tag alt sein. Ältere Larven führen zu minderwertigen Königinnen.
Ebenso wichtig ist Geduld. Zu frühes Kontrollieren oder unnötiges Stören kann den Zuchterfolg gefährden. Weniger Eingriffe führen oft zu besseren Ergebnissen.
Ohne klare Zuchtziele bleibt Bienenzucht dem Zufall überlassen. Imker sollten sich bewusst entscheiden, welche Eigenschaften sie fördern möchten. Häufige Ziele sind Sanftmut, geringe Schwarmneigung, Honigertrag und Krankheitsresistenz.
Gerade Hobbyimker profitieren davon, sich auf wenige, realistische Ziele zu konzentrieren. Sanftmut und Vitalität sind meist wichtiger als maximale Leistung.
Durch gezielte Auswahl geeigneter Völker und konsequente Nachzucht lassen sich diese Eigenschaften über Jahre hinweg stabil verbessern.


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