Die Ablegerbildung ist eine einfache und effektive Methode, um Bienenvölker zu vermehren. Der ideale Zeitpunkt liegt im Frühjahr oder Frühsommer, wenn ausreichend Brut und Bienen vorhanden sind.
Für einen Ableger werden Brutwaben mit ansitzenden Bienen sowie eine Futterwabe entnommen. Wichtig ist, dass junge Pflegebienen enthalten sind. Anschließend wird eine junge Königin zugesetzt, denn Nachschaffungsköniginnen sind Zufallsprodukte der Natur und einer erfolgreichen Imkerei nicht dienlich!
Ableger sollten an einen anderen Standort gebracht oder mindestens verstellt werden, damit Flugbienen nicht zurückkehren. Mit guter Pflege entwickeln sich Ableger innerhalb weniger Wochen zu starken Jungvölkern.
Die Wahl der richtigen Bienenkönigin ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg in der Imkerei. Eine gute Königin zeichnet sich nicht nur durch hohe Legeleistung aus, sondern auch durch Sanftmut, Schwarmträgheit und Vitalität des Volkes.
Imker sollten gezielt auf die Eigenschaften der Muttervölker achten. Sanftmütige Bienen erleichtern die Arbeit erheblich und sind besonders an Standorten mit Publikumsverkehr wichtig. Ebenso spielt die Honigleistung eine Rolle – sie ist oft genetisch bedingt.
Ein weiterer Aspekt ist die Gesundheit: Völker mit geringem Varroa-Befall oder guter Winterfestigkeit sollten bevorzugt zur Zucht genutzt werden. Wer systematisch auswählt und dokumentiert, verbessert langfristig die Qualität seines Bestands.


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